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TEESTUNDE IN DEN KANADISCHEN ROCKIES

Autor: Megan Kopp

Auch nach Hunderten Artikeln über ihre abenteuerlichen Reisen durch unsere Provinz ist Megan immer noch eine begeisterte Chronistin der Landschaften Albertas. Bevor sie zur freiberuflichen Journalistin umsattelte, erklärte sie Besuchern die Wunder unserer Nationalparks. Sie lebt zusammen mit ihrem Mann, ihrer Tochter und ihrem vierbeinigen Gefährten.

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Ein Ausflug zum Lake Agnes Tea House und Plain of Six Glacier Tea House – beide nicht weit entfernt von Lake Louise im Banff National Park – dreht sich bei mir nicht nur um das Wandererlebnis, sondern auch und vor allem um den Erdbeer-Kiwi-Tee und den Dattelkuchen.

Teehaus-Wandern für Anfänger

Das Lake Agnes Tea House wurde von der Canadian Pacific Railway (CPR) 1901 ursprünglich als Schutzhütte für Wanderer errichtet. Vier Jahre später wurde damit begonnen, Tee auszuschenken. Die Bahntouristen, die im Chateau Lake Louise abstiegen, wurden bei geführten Ausritten scharenweise an den wunderschönen winzigen See geführt, der nach der Frau des ersten kanadischen Premierministers John A. Macdonald benannt ist.

Zum sechsten Geburtstag meiner Tochter spendierten wir ihr und ihren Freundinnen einen Ausflug zum Lake Agnes Tea House. Der kurze, aber steile Fußweg schlängelt sich im Zickzack durch den Wald, vorbei am winzigen Mirror Lake. Auf einer Länge von 3,4 Kilometern werden dabei 385 Höhenmeter überwunden – genug, um einem das Gefühl zu geben, sich eine Belohnung verdient zu haben, aber nicht so anstrengend, dass man die Belohnung vor lauter Erschöpfung nicht mehr genießen kann. Wir brauchten die Energie auch dringend, um die Bande von kichernden Grundschülerinnen dazu zu bringen, sich unter den 100 verschiedenen losen Teesorten für einen Tee zu entscheiden!

Wenn Sie beim Süßgebäck über die Stränge geschlagen haben und danach überschüssige Kalorien abarbeiten wollen, stehen zwei kurze Abstecher vom Teehaus zur Auswahl – beide sind besonders spektakulär im Herbst, wenn die Goldlärche ihrem Namen alle Ehre macht. Der kurze, etwa 15- bis 20-minütige Little Beehive Trail beginnt direkt am See und führt zu einem Aussichtspunkt mit Panoramablick über das Bow Valley. Auf dem Big Beehive Trail folgen Sie dem Seeufer, wo Sie Ausschau nach Pfeifhasen (Pikas) und Murmeltieren halten sollten, die sich den Bauch in der Sonne wärmen. Dann steigt der Pfad an und führt zu einem hölzernen Unterstand aus dem Jahr 1916, von dem Sie einen sagenhaften Blick auf den Lake Louise haben.

Plain of Six Glaciers

1924 begann der Schweizer Bergführer Edward Feuz oberhalb der Plain of Six Glaciers im Auftrag der CPR mit dem Bau eines Chalets, das Wanderern bei der Besteigung des Mount Victoria und Mount Lefroy als Raststätte dienen sollte. Der Fußweg zum heutigen Teehaus windet sich am See entlang und steigt dann an. Unterwegs passieren Sie Kletterer und Bergziegen und werden wahrscheinlich von den Teilnehmern der ein oder anderen Reittour überholt, die von verschiedenen Reitställen in Lake Louise organisiert werden.

Je nachdem, wie viel Zeit Sie sich nehmen, um an Ihrem Tee zu nippen und das Bergpanorama zu bewundern, sollten Sie für den Hin- und Rückweg etwa vier Stunden einplanen. Wir machen meist eine längere Rast und gönnen uns vor dem Dessert einen Teller hausgemachte Suppe.

Zwei Teehäuser, doppelter Spaß

Wenn Sie besonders viel Energie haben, können Sie diese beiden Wanderungen auch miteinander verbinden. Ich beginne gern morgens mit einem Spaziergang zum Plain of Six Glaciers Tea House und breche dann frisch gestärkt von dort über den Highline Trail zum Lake Agnes auf. Insgesamt sind bei diesem Tagesausflug etwas mehr als 14,5 Kilometer zurückzulegen. Wir haben bei einer solchen Gelegenheit schon einmal eine Ziege mit ihrem Jungen auf dem Weg überrascht.

Sie trauen sich nicht allein in die Wildnis? Kein Problem: Discover Banff Tours bietet in den Sommermonaten geführte Wanderungen zu den Teehäusern an.

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