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MIT DEM SESSELLIFT ZU KULINARISCHEN HÖHENFLÜGEN

Autor: Lynn Martel

Die Kanadischen Rocky Mountains sind Lynns Himmelreich. Hier stillt sie ihren Durst nach aufregenden Abenteuern, unberührten Landschaften, echten Freundschaften und fesselnden Geschichten. Lynn ist ständig auf Entdeckungsreise – mit Rucksack, Laptop und Kamera.

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Wir alle haben denselben Gedanken: Diese Aussicht ist eine Million Dollar wert. Der Blick von unserem Fenstertisch im Cliffhouse Bistro auf den weit unter uns im Tal zwischen dem Sulphur und Rundle Mountain gelegenen Ort Banff ist mit Worten kaum zu beschreiben.

Von hier oben am Mount Norquay sehen die zwischen üppig grünen Fichten- und Kiefernwäldern eingebetteten winzigen Straßen und Gebäude aus wie ein verpacktes Geschenk mit dem gewundenen, türkisfarbenen Bow River als Schleife.

Das auf einer Höhe von 2.090 Metern in den Berghang gebaute Cliffhouse ist der perfekte Ort für einen Wochenend-Brunch mit meinen Eltern. Während wir nun das majestätische Panorama der Kanadischen Rockies vor unseren Augen bestaunten, konnte ich mich nur selbst zu meiner ausgezeichneten Wahl dieses einzigartigen Ausflugsziels beglückwünschen. Allein schon die Anreise ist unvergesslich gewesen!

Mit dem Sessellift in den Himmel

Von Banff aus fuhren wir die 7 Kilometer zum Mount Norquay über den serpentinenreichen Mount Norquay Scenic Drive. So richtig hat das Abenteuer dann an Bord des North American Chairlift begonnen.

Meine Eltern saßen bei der 15-minütigen Sesselliftfahrt nebeneinander auf einem Zweisitzer, während ich hinter ihnen Platz genommen hatte. Während uns diese faszinierende Open-Air-Rolltreppe sanft gen Himmel trug, kühlte uns eine leichte Brise das Gesicht.

Derselbe Sessellift, der 1948 ursprünglich als Skilift errichtet und seitdem mehrfach modernisiert wurde, hat 1953 auch schon Marilyn Monroe bei den Filmaufnahmen für „Fluss ohne Wiederkehr“ zum Gipfel des Berges gebracht. Auf der oberen Plattform sind wir uns einig, dass sie von dem Ausblick genauso begeistert gewesen sein muss wie wir.

Lokalgeschichte von Banff

Das frisch renovierte Cliffhouse Bistro wurde 1952 als Norquay Teahouse erbaut. Ein Großteil der eleganten Architektur wurde erhalten – die Speisekarte ist jedoch frisch und modern. Handwerklich gebrautes Bier, Quinoa-Salat, Tartar, Geflügelgalantine, Käse- und Wurstplatten: Die frische Bergluft hat uns Appetit gemacht!

Zwischen den einzelnen Gängen studierten wir die Informationstafeln, auf denen erläutert wird, wie das Baumaterial für das Teehaus mit dem Sessellift antransportiert wurde, da auf den Hängen im Nationalpark keine schweren Maschinen eingesetzt werden dürfen. Die Bauarbeiten, für die man Felsen aus der Umgebung verwendet hat, wurden allesamt von Hand durchgeführt.

Beim anschließenden Spaziergang über den Aussichtssteg sogen wir den einzigartigen Blick über das Bow Valley in uns auf. Auf einem Holzschild waren die Namen der umliegenden Gipfel zu lesen: Cascade, Inglismaldie, Girouard, Peechee, Grotto, Rundle und Sulphur. Der Mount Norquay, so erfuhren wir, ist nach John Norquay benannt, einem Premierminister der kanadischen Provinz Manitoba aus dem späten 19. Jahrhundert.

Abenteuer XXL

Skifahrer sausen schon seit 1926 über die Steilhänge von Norquay ins Tal. Wir können an diesem Tag aber mehrere Abenteurer auf der neuesten Sommerattraktion namens Via Ferrata beobachten.. Auf den Klettersteigen mit fest im Fels verankerten Stahlseilen, Stufen und Leitern sorgen professionelle Guides für zusätzliche Sicherheit – ein perfektes Erlebnis für ungeübte Kletterer, die einen Eindruck vom Bergsport bekommen wollen.

Wir beschlossen, dass die Rückfahrt im Sessellift für uns abenteuerlich genug war, und stiegen wieder in den Lift. Im Augenwinkel sah ich eine Bewegung. Auf dem malerischen Hang graste eine Herde Dickhornschafe. Ich habe mich geirrt: Dieser Ausblick ist locker eine Milliarde Dollar wert.

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