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ERFAHREN SIE MEHR ÜBER DIE GRÖßEN DES KANADISCHEN SPORTS

Autor: Jane Usher

Jane ist eine eingefleischte Globetrotterin und hat schon an unzähligen Orten weltweit gelebt. Als Schriftstellerin, die ihr Hobby zum Beruf gemacht hat, ist es ihr unstillbarer Wissensdurst, der sie immer wieder in neue Abenteuern manövriert.

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Schon als ich den ersten Schritt in die Hall of Fame des kanadischen Sports setzte, überkam mich ein Gefühl der Überwältigung und Ehrfurcht angesichts der vielen Erfolge, die von den Größen des kanadischen Sports erzielt wurden.

Als die ursprüngliche Hall of Fame in Toronto zu klein wurde, ging ein Aufruf durch das ganze Land, um ein neues Zuhause für die Ruhmeshalle zu finden. Calgary erhielt daraufhin den Zuschlag, und im Jahr 2011 wurde diese unglaubliche Anlage schließlich der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Von außen betrachtet sieht das Gebäude wie ein lang gestrecktes, rotes Rechteck aus, das sich am hinteren Ende nach oben neigt. Meiner Meinung nach ähnelt es den Skisprungschanzen, die hier im Canada Olympic Park im Hintergrund emporragen und noch immer an die Olympischen Winterspiele erinnern, die 1988 in Calgary ausgetragen wurden.

Heilige Hallen

„The Hall“, wie sie auch von den Einheimischen genannt wird, erstreckt sich über eine Fläche von 3.716 Quadratmetern und dient dazu, die Erfolge der kanadischen Athleten in über 62 Sportarten zu würdigen. Man könnte den Rundgang durch die Halle wahrscheinlich in etwa anderthalb Stunden bewältigen, aber dann würde man die Hälfte verpassen. Es gibt hier so viel zu sehen und zu tun, dass Sie mindestens einen ganzen Vormittag oder Nachmittag für den Besuch einplanen sollten – ganz besonders, wenn Sie Kinder dabei haben, die fünf Jahre oder älter sind. Die Ausstellung ist auch für alle beeindruckend, die keine begeisterten Sportfans sind.

Ich war jedenfalls schon am Eingang hin und weg. Um zu der zentral gelegenen Grand Hall zu gelangen, müssen Sie durch einen Korridor gehen, in dem unter Ihren Füßen Sportaufnahmen von Schwimmern, Ruderern und Curlern zu sehen sind. Als ich am Ende des Ganges angekommen war, wollte ich ihn sofort noch einmal entlanggehen, um auch wirklich alle Sportarten zu sehen.

Sobald man die Grand Hall betritt, hält man zunächst automatisch inne, um sich ein paar Mal umzuschauen. Es ist wirklich ein beeindruckender Ort, an dem die Bilder und Klänge fantastischer Sportgeschichten die Besucher sofort in ihren Bann ziehen. Zu Beginn sollten Sie bei der Wall of Fame vorbeischauen, auf der die vielen Hundert Ehrenmitglieder zu sehen sind, die im Laufe der Zeit in die Halle aufgenommen wurden. Danach sollten Sie den Hero Stations einen Besuch abstatten, an denen Sie nähere Informationen zu jeder Sportlegende abrufen können. Auch Trophäenliebhaber werden auf ihre Kosten kommen, da es jede Menge Ausstellungsstücke zu bestaunen gibt.

Lasst die Spiele beginnen!

Die Ausstellung ist sehr schön angelegt, sodass man mühelos durch die zwölf Galerien schlendern kann, welche die Grand Hall umgeben. Jede Galerie ist voller wertvoller Ausstellungsstücke und interaktiver Elemente. Elf der Galerien konzentrieren sich auf unterschiedliche Themen. Hier erfahren Sie etwas über Wassersportarten (Rudern, Schwimmen, Segeln), Hockey und Eislaufen, Boxen und Skifahren, den Formel-1-Rennsport und noch vieles mehr. Am besten hat mir die Galerie gefallen, die unter dem Motto „Bounce“ stand. Hier erfährt man etwas über die Ursprünge des Basketballs (und ja, dieses Spiel wurde natürlich von einem Kanadier erfunden) und kann sich anschließend am Sportsimulator versuchen, um sein Können in Hockey, Baseball, Football und Fußball unter Beweis zu stellen (allein damit wären die Kinder mindestens ein bis zwei Tage beschäftigt!).

In einem anderen Simulator wird man zum Rundfunksprecher, Sportreporter oder Fotografen. Man kann aber auch in den Ring steigen und sich im Schattenboxen mit dem Schwergewichtsweltmeister Lennox Lewis messen. Oder Sie lassen sich von den unglaublichen Erfolgen von Terry Fox und der Rollstuhl-Athletin Chantal Petitclerc inspirieren, die viele Male bei den Paralympischen Spielen gewonnen hat. Hier finden Sie die größte Sammlung an kanadischen Olympia-Memorabilien in ganz Kanada.

In der zwölften Galerie wechseln die Ausstellungen regelmäßig. Hier werden neue Ausstellungsstücke gezeigt, die in Verbindung zum kanadischen Sport stehen. Zur Zeit meines Besuchs lautete das Thema „Curling“, und man konnte an einer Simulation teilnehmen, in der man einen Stein über die Eisfläche gleiten ließ.

Ein passender Abschluss

Ich beendete meinen Rundgang mit einem Besuch des Riddel Family Theatre, wo ich mir einen Kurzfilm mit dem passenden Titel „Die größten Momente des kanadischen Sports“ ansah, der von dem kanadischen Musiker Bryan Adams kommentiert wurde. Der Film rührte mich zu Tränen und verursachte mir mehr als einmal eine Gänsehaut. Als ich die Halle schließlich schweren Herzens verließ, war ich stolz darauf, ein Kanadier zu sein.

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