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AUF SCHIENEN UNTERWEGS IN ENDLOSER WEITE

Autor: Travel Alberta

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Diesen Sommer will ich als Erstes ins Herz meiner Heimat Alberta reisen. Darum habe ich eine Bahnfahrt mit dem Alberta Prairie Steam Train gebucht und werde den Teil der Provinz erkunden, der vor allem für seinen weiten Himmel und die endlosen Prärien bekannt ist.

Alberta Prairie Railway Excursions in Zentral-Alberta hat während der Saison etliche Eisenbahnerlebnisse im Angebot, darunter Theaterstücke, Gourmet-Dinner, besondere Vorführungen für Familien sowie Fahrten, die nur für Erwachsene gedacht sind. In Stettler, nur zweieinhalb Stunden von Edmonton und drei Stunden von Calgary entfernt, heißt es: „Bitte einsteigen!“

Volle Fahrt voraus

Ich hole mein Ticket an der Bahnstation in der Nähe des alten Getreidesilos ab und mache es mir auf dem Platz, der mir für die fünf- bis sechsstündige Rundreise zugewiesen wurde, bequem. Der Schaffner gibt das Signal zur Abfahrt und schon rollen wir langsam schnaufend aus dem Bahnhof. An Bord gibt es einen Souvenirladen und eine Art Bistro, in dem man Snacks und Getränke bekommt. Als ich durch den Zug schlendere, entdecke ich in jedem Waggon Infotafeln, die etwas über die Geschichte des jeweiligen Wagenteils erzählen. Die meiste Zeit verbringe ich in dem offenen Aussichtswaggon, lasse mir den Wind um die Nase wehen, bewundere die vorbeiziehende Prärie und schaue zu, wie der Dampf der Lok über uns verpufft. Wie sich herausstellt, ist dies der beste Ort, um das darauf folgende Geschehen zu beobachten.

Ein Raubüberfall für einen guten Zweck

Plötzlich tauchen maskierte Männer auf Pferden auf und reiten in bester Wild-West-Manier, ihre Pistolen schwingend, neben dem Zug her. Die Banditen namens Reynolds Raiders stürmen den Zug und zwingen uns mit vorgehaltenen Waffen, unser Geld herauszurücken – ein Raubüberfall wie in einem Western-Streifen. Nach einem hitzigen (gespielten) Feuergefecht gelingt es unserem Held, Métis Gabriel Dumont, uns zu retten und all das Kleingeld, das wir den Gaunern bei dem Überfall aushändigten, zurückzuholen. Der Kampf ist vorüber – und wir sind nur zu gerne bereit, unsere Münzen für eine örtliche Kinderhilfsorganisation zu spenden.

Im gemächlicheren Tempo

Der Zug hält in dem Dorf Big Valley, das ganze 364 Einwohner zählt. Hier erwartet uns ein zünftiges, hausgemachtes Essen nach Alberta-Art. Das saftige Rindfleisch aus der Region lässt allen das Wasser im Mund zusammenlaufen. Fahrgäste, die sich im Zug kennengelernt haben, setzen ihre angeregten Gespräche während des Abendessens fort. Als ich danach in den Zug steige, der mich wieder nach Stettler bringt, habe ich das Gefühl, zurück in eine Zeit versetzt worden zu sein, in der das Leben etwas geruhsamer verlief. Eine Zeit, in der es auf den Zusammenhalt einer Gemeinde ankam, in der jeder seine Nachbarn kannte und in der der Austausch von Erfahrungen und das Erzählen von Geschichten der liebste Zeitvertreib waren

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