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RIESENSPAß IM OIL SANDS DISCOVERY CENTRE

Autor: Joanne Elves

Auf Joannes Grundschulzeugnis wurde vermerkt, dass sie viele Fragen stelle. Ein absolutes Kompliment für Joanna und immer noch der Antrieb auf ihren Reisen durch die Weiten Albertas. Zusammen mit ihrer Familie ist sie ständig auf der Suche nach spannenden Abenteuern und interessanten Orten.

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Bereits vor einem Jahrhundert wurde die klebrige Substanz von den Einheimischen dazu verwendet, ihre Kanus wasserdicht zu machen. Daraus hat sich für die lebendige Stadt Fort McMurray ein bedeutender Wirtschaftszweig entwickelt. Aber der Ölsand kann für viel mehr als nur das Abdichten von Kanus eingesetzt werden. Im Oil Sands Discovery Centre und auf der Experience the Energy Tour erfahren Sie alles über Geschichte, Wissenschaft und Technologie und die vielfältigen Einsatzbereiche der Erdölprodukte.

Wie Öl von Sand getrennt wird

Es ist keine leichte Aufgabe, Kindern zu erklären, wie Energieunternehmen Erdöl aus den größten Ölquellen der Welt gewinnen. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschlossen, mit ihnen einen Wochenendausflug nach Fort McMurray, vier Stunden nördlich von Edmonton, zu machen. Als Erstes ließen wir uns im Oil Sands Discovery Centre zeigen, wie das Erdöl vom Sand getrennt wird.

Während die Mitarbeiterin des Zentrums einen Wasserkocher anschaltete, wurde eine Ölsandprobe herumgegeben, damit jeder die grobkörnige Substanz einmal anfassen konnte. Dann goss sie das heiße Wasser darüber, wodurch sich das Öl (Bitumen) absetzte. In einem anderen Behälter befand sich eine Probe des teerähnlichen Bitumens, das von den First Nations und reisenden Pelzhändlern für ihre Kanus verwendet wurde. Die Masse war so dick, dass ein Löffel darin aufrecht stehen bleiben würde.

Sie erklärte uns, dass das Bitumen, nachdem es raffiniert und synthetisiert wurde, für verschiedene Produkte von Treibstoff bis Medizin verwendet wird. Dann zeigte sie auf einen Jungen, der Kaugummi kaute, und sagte, dass es selbst darin enthalten sei. Tatsächlich sind Tausende unserer alltäglichen Dinge Erdölnebenprodukte. Mir war selbst nicht bewusst, dass darunter so unterschiedliche Dinge fallen wie Fußbälle, Rettungswesten, Skier, Duschvorhänge, Garn, Regenschirme, Gitarrensaiten, Handtaschen, Kontaktlinsen, künstliche Herzklappen, Zahnpasta, Telefone, Lippenstift – ja, sogar Parfum!

Interaktives Entdecken

Ich bin zu der Einsicht gekommen, dass Jungs einfach nie erwachsen werden. Sie werden einfach nur größer, genau wie ihre Spielzeuge. Dessen wurde ich mir in der Dr. Karl A. Clark Exhibit Hall bewusst, als ich neben dem großen gelben 150 Tonnen schweren Schwerlast-Truck stand (wie sie den Koloss in das Gebäude bekommen haben, ist mir ein Rätsel). Oben im Führerhaus saß mein Mann und tat so, als würde er die Maschine fahren – während meine Kinder warteten, bis sie an der Reihe waren.

Nicht zu verfehlen vor dem Industrial Equipment Garden und der Bucketwheel Exhibit (im Winter geschlossen) ist der 850 Tonnen schwere Schaufelradbagger Cyrus, der in den Anfangszeiten des Ölsandabbaus eingesetzt wurde. Er zählt zu den größten Landfahrzeugen des Landes und lässt den Transporttruck wie ein Kinderspielzeug aussehen.

Mir gefallen hier besonders die vielen interaktiven Ausstellungen. Sicher ist es interessant, etwas über Viskosität und Molekültrennung zu lernen, aber mit Miniaturbaggern in einer Sandkiste nach Ölsand zu graben, war für die Kinder natürlich viel spannender.

Energie zum Erleben

Der Besuch im Oil Sands Discovery Centre gab uns das nötige Hintergrundwissen, um den Abbau und die Aufbereitung des Ölsands aus nächster Nähe zu erleben. Dies ist mit einem Tourpaket von Fort McMurray Tourism und Suncor Energy möglich. Die Tour „Experience the Energy“ richtet sich an Neugierige ab 12 Jahren und dauert ein ganzes Wochenende. Inbegriffen sind zwei Nächte in einem örtlichen Hotel, der Eintritt in das Oil Sands Discovery Centre und den Heritage Park sowie eine individuelle Führung durch die Anlagen von Suncor Energy. Morgen werden wir mehr über die Abbau- und Aufbereitungsprozesse erfahren. Dabei interessieren mich ganz besonders die neuesten Entwicklungen bezüglich Regeneration und Schutz der umliegenden Nadelwälder.

Aber keine Sorge, Jungs, natürlich geht es auch wieder um Trucks!

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