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WILDNISTOUR FÜR TIER- UND FOTOLIEBHABER

Autor: Mike Fisher

Mike ist ein preisgekrönter Schriftsteller in Calgary, der Hunde mag, niemals zweimal nachdenkt, den Elefanten im Porzellanladen kitzelt und nur eines hasst: Langeweile. Er schreibt so gern über Alberta, weil hier hinter jede Ecke eine wunderbare Geschichte lauert.

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Ich habe mir noch nie Gedanken darüber gemacht, aber eigentlich hatte unsere Reiseleiterin, die unseren Tourbus den steilen Anstieg zum Mount Norquay im Banff National Park hinaufsteuerte, schon recht: Der arme alte Wapitihirsch hat es wirklich nicht leicht. Er muss sich unzählige Male paaren, bis er dann irgendwann den Löffel abgibt.

Bei der zweistündigen Evening Wildlife Safari von Discover Banff Tours erfuhren wir, dass Wapitihirsche 10 bis 20 Jahre alt werden können, die Weibchen in der Regel aber länger leben. Zur Brunftzeit im Herbst ermitteln die ausgewachsenen Hirschbullen bei Kämpfen die soziale Rangordnung im Rudel und verkeilen dabei ihre Geweihe. Im Laufe der Jahre fordern diese Kämpfe ihren Tribut.

Das ist nur einer von vielen faszinierenden Fakten, die wir von dieser Beobachtungstour mit einer qualifizierten ortskundigen Reiseleiterin mitnehmen konnten. Die Tour startet in Banff und ist ein echtes Muss für Tierfreunde.

Wildtierbeobachtungen ganz komfortabel

Im Sommer gibt es bis zu 16 Stunden Tageslicht, sodass wir an diesem schönen Sommerabend alles problemlos sehen konnten. Zwischen den Kiefern bewegte sich etwas. Ich schaute durch das Fernglas: War es ein alter Hirschbulle oder doch nur ein müder Typ im mittleren Alter wie ich, der da auf der Suche nach einer letzten Ruhestätte in den Wald stolperte? Weder noch – diesmal war nur der Bergwind am Werk.

Mein Vater (Ende 70) war zu Besuch aus Florida, um sich einen lange gehegten Traum zu erfüllen. Sein Alterswohnsitz liegt am Meer über den Klippen, aber die gewaltigen Kanadischen Rocky Mountains haben auch ihn sprachlos gemacht. Während sich der Bus mit seinen 24 Insassen den Anstieg hinaufkämpfte, deute ich auf eine Bergziege, die eine steile Felswand hinaufkletterte. Mein Vater griff schnell zur Kamera – eine von vielen Aufnahmen, die wir bei dieser Tour von den Tieren und der Landschaft machten.

Unsere Reiseleiterin lebt seit Jahren in Banff und konnte uns damit echte Insider-Kenntnisse vermitteln. Sie gab uns sogar Tipps für die besten Geschäfte, Galerien und Restaurants in Banff (verpassen Sie nicht die Bear Avenue).

Die Tour verläuft über unterschiedliche Strecken und findet in der Regel von Mitte April bis Mitte Oktober statt. Da es in den höheren Lagen sogar im Sommer etwas frisch werden kann, hatten wir für die Tourabschnitte, bei denen wir aus dem Bus ausstiegen, einen Pullover dabei.

Natürlicher Schutzraum für Tiere

Bei unserer Tour kamen wir Wapitihirschen so nahe, dass wir ihr samtiges Geweih bewundern konnten. Außerdem sahen wir einen hoch am Himmel kreisenden Fischadler, eine weitere äußerst geschickte Bergziege, Maultierhirsche, ein Erdhörnchen und einige Dickhornschafe. Nebenbei erfuhren wir auch viel über die Maßnahmen zum Schutz der Tiere und ihrer Lebensräume im Banff National Park. Wussten Sie, dass im Park Dutzende natürlich gestaltete Wildbrücken errichtet wurden, damit die Tiere bei ihrer Nahrungssuche den Trans-Canada Highway sicher überqueren können? Weiterhin, dass der Highway inzwischen auf seiner gesamten Länge durch den Park auf beiden Seiten eingezäunt ist? Laut unserer Reiseleiterin ist die Anzahl der Wildunfälle dadurch drastisch gesunken.

Hin und wieder hielt der Bus an, damit sich die Teilnehmer die Beine vertreten und Fotos machen konnten. Vom Aussichtspunkt am Mount Norquay bot sich ein weiter Panoramablick über das Bow Valley und das Spray Valley. Mein Vater machte hier mit der Panoramafunktion seiner Kamera ein einzigartiges Foto von uns: Zwei nicht mehr ganz junge Männer, die ihre Sturm-und-Drang-Jahre hinter sich haben, aber immer noch abenteuerlustig sind.

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