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Auf den Spuren der „Dinosaurierjäger“

Autor: Travel Alberta

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Mike Morrison @mikesbloggity

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Der Himmel ist wolkenverhangen und es ist kühl und regnerisch. Dennoch versammeln sich 18 wagemutige Entdecker im Dry Island Buffalo Jump Provincial Park, um sich auf die Spuren der Vergangenheit zu begeben. Zum Glück lässt der Niederschlag bereits kurz nach unserer Ankunft nach. Glück deswegen, weil unsere Expedition andernfalls sprichwörtlich ins Wasser gefallen wäre, da sich der lehmartige Boden bei Regen in ein matschiges Schlammparadies verwandelt, das sich höchstens für einen Wettbewerb im Schlickrutschen eignet.

Ein Ort, an dem die Geschichte lebendig wird

Der Park, der nur knappe anderthalb Autostunden von Calgary entfernt ist, verdankt seinen Namen der flachen Hochebene, die sich 130 Meter über dem Red Deer River erhebt. 3.000 Jahre lang nutzten die Prärie-Indianer diesen Ort zur Büffeljagd, indem sie die Tiere über den Klippenrand in den Tod trieben und ihr Volk auf diese Weise mit den notwenigen Rohstoffen für ein Leben in dieser rauen Umgebung versorgten.

Doch auch in der jüngeren Vergangenheit machte das Gebiet im nordöstlichen Teil der Kanadischen Badlands von sich reden – als hier nämlich die Überreste des sogenannten Albertosaurus gefunden wurden, einem etwas kleineren Verwandten des Tyrannosaurus Rex. Kein Geringerer als Barnum Brown – der Entdecker des T-Rex – stieß Anfang des 20. Jahrhunderts als Erster auf die ergiebigen Knochenfundstätten in dieser Gegend. Leider galt seine Grabungsstätte über 90 Jahre als verschollen, bevor sie 1997 vom weltbekannten Paläontologen und Mitbegründer des Royall Tyrrell Museum, Dr. Philip Currie, wiederentdeckt wurde. Genau der Mann, der heute mit uns auf Entdeckungsreise geht. 

Das Erbe von Barnum Brown

Als Phil zu erzählen beginnt, wie er und sein Team aus Wissenschaftlern mit lediglich drei alten Fotografien in der Hand aufbrachen, um nach dem historischen Ausgrabungsort von Brown zu suchen, haben wir das Gefühl, als wären wir Teil des großen Abenteuers. Bei brütenden Temperaturen von 42° C ging es für sie zunächst auf dem Red Deer River entlang und dann zu Fuß tiefer in den Park hinein, jedoch ohne den erhofften Erfolg. Als am letzten Tag der Expedition schließlich das Proviant zur Neige ging, beschloss das Team, Phil die letzten Wasservorräte zu überlassen und sich auf den Rückweg zu machen. 

Völlig geschwächt durch die Hitze und mit Krämpfen in den Beinen reichten Phils Kräfte gerade noch für einen letzten Abstieg – und dieser führte ihn geradewegs zu Barnum Browns Fundstätte. Auf Grundlage dieser Entdeckung stellte er anschließend die Theorie auf, dass Dinosaurier entgegen der allgemeinen Auffassung keine Einzelgänger, sondern soziale Lebewesen waren, die sich zu Herden zusammenschlossen und gemeinsam auf Beutejagd gingen.

Vom Dry Island Buffalo Jump bis zum Dinosaur Provincial Park, erklärt uns Phil weiter, findet sich auf einer Länge von 209 Kilometern flussabwärts das größte Vorkommen an Dinosaurierfossilien weltweit.

Momente für die Ewigkeit im Land der Dinosaurier

Mit unserem Guide an der Spitze wandern wir etwa 3 Kilometer durch mit Prärieblumen bedeckte Graslandschaften, Gebüsch und kleine Mischwälder.

Nachdem wir uns zahlreiche steile Abhänge und Flussböschungen hinauf- und hinuntergekämpft haben, sehen wir das Ziel unserer Mission endlich vor uns: die berühmte Fundstätte von Barnum Brown und Philip Currie. Ich glaube, jeder von uns fühlt sich in diesem Augenblick wie der größte Entdecker aller Zeiten. Definitiv ein Moment für die Ewigkeit.

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