GLETSCHER-ABENTEUER AM COLUMBIA ICEFIELD

Autor: Debbie Olsen

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Es ist bereits nach Mitternacht, und ich stehe mit meiner Kamera in der Hand auf der Aussichtsplattform des Glacier Discovery Centre. Ich versuche, ein Bild des Athabasca Glacier zu machen, und zwar so, wie er nach Einbruch der Dunkelheit vor mir liegt. Im Mondlicht gibt der Gletscher ein glitzerndes Leuchten ab, das fast schon das Licht der funkelnden Sterne am Nachthimmel übertrifft. Es gibt einige Szenen, die zu schön und zu vergänglich sind, um sie auf einem Foto festzuhalten, und so sehr ich es auch versuche, es will mir einfach nicht gelingen. Stattdessen stehe ich also in der kühlen Nachtluft und versuche, den atemberaubenden Anblick ganz in mich aufzusaugen.

Als der britische Entdecker J. Norman Collie das riesige Columbia Icefield im Jahr 1898 das erste Mal erblickte, war er so bewegt, dass er später schrieb: „Der Anblick, der sich uns im Abendlicht bot, wird in der modernen Zeit nur wenigen Bergsteigern zuteil.“ Collie und seine Gefährten waren die ersten, die das Columbia Icefield entdeckten, aber im Grunde geht es jedem Reisenden ähnlich, der es zum ersten Mal sieht. Selbst diejenigen von uns, die sich häufig an diesem Anblick erfreuen dürfen, finden es noch genauso magisch wie am ersten Tag.

Es ist beinahe 2:00 Uhr morgens, als ich mich auf den Rückweg in mein gemütliches Zimmer im Glacier View Inn begebe. Das Inn befindet sich im obersten Stockwerk des Discovery Centre und ist das einzige Hotel in der Gegend. Obwohl ich den Ausblick nur ungern hinter mir lasse, werden mein Mann und meine Kinder zweifellos schon früh wach sein, um im Rahmen einer Glacier Adventure Tour endlich die Oberfläche des Gletschers zu erkunden. Danach werden wir uns entlang des Icefields Parkway auf eine spektakuläre Fahrt nach Jasper begeben, um ein paar Tage im Kreise der Familie zu verbringen. Dieser Moment – der sich für immer in mein Gedächtnis eingeprägt hat – gehört jedoch mir ganz allein.

Das Columbia Icefield entdecken

Wissenschaftler sind der Ansicht, dass es das Columbia Icefield bereits gab, bevor überhaupt an den Menschen zu denken war, und wenn man es so sieht, kommt man nicht umhin, sich mit einem Mal ganz klein zu fühlen. Was wäre ein Besuch der Kanadischen Rockies ohne einen Abstecher in diese von zerklüfteten Berggipfeln umgebene Region, die sich über die Kontinentale Wasserscheide erstreckt? Ihr könnt geführte Touren zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten buchen oder die Gegend auf eigene Faust entdecken.

Den Icefields Parkway entlang

Der Icefields Parkway gehört mit seinen atemberaubenden Aussichten, die sich hinter jeder Kurve verbergen, zu den malerischsten Straßen der ganzen Welt – wie auch vom National Geographic und dem Condé Nast Traveler bestätigt. Die gesamte 232 Kilometer lange Strecke von Lake Louise nach Jasper ist in ungefähr drei Stunden zu bewältigen. Am besten plant ihr einen Großteil des Tages aber dafür ein, um an den zahlreichen Aussichtspunkten anzuhalten und nach wilden Tieren Ausschau zu halten. 

Glacier Discovery Centre, Adventure Tours und Skywalk

Das Informationszentrum bietet interessante Ausstellungen, lehrreiche Wanderungen, ausgeschilderte Rundwege, eine Cafeteria, einen Souvenirladen und einen Schalter, an dem ihr geführte Touren zum Athabasca Glacier buchen könnt.

Am Schalter erhaltet ihr ein Ticket für eine Tour zum Glacier Skywalk, danach bringt euch ein Bus in einer 5-minütigen Fahrt zu dieser einzigartigen Attraktion. Folgt dem ausgeschilderten Weg entlang der Felskante, um mehr über das Columbia Icefield und die in dieser Region lebenden wilden Tiere zu erfahren. Dann ist der Moment gekommen, um auf die mit einem Glasboden versehene Aussichtsplattform hinauszutreten. Sie liegt 280 Meter über dem vom Gletscher geformten Tal und die Aussicht ist einfach atemberaubend.

Beliebte Aktivitäten
  • Gletscherwanderung
  • Sightseeing-Touren
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