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DIE GEFRORENEN WASSERFÄLLE ERINNERN AN EINEN GLITZERNDEN WINTERSPIELPLATZ

Autor: Travel Alberta

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Während ich so die Eissäule vor mir betrachte, versuche ich mir vorzustellen, wie das Gletscherwasser in den wärmeren Monaten die Grotto Falls herunterrauscht. Derzeit ist der gefrorene Wasserfall ein beliebter Treffpunkt für professionelle Eiskletterer, die mit farbenfrohen Winterjacken und Mützen bekleidet sind. Wenn das goldene Sonnenlicht am späten Morgen in den Grotto Canyon fällt, bietet sich den Besuchern ein spektakulärer Anblick. Meine Kinder scheinen sich jedoch mehr für die heiße Schokolade und die wie Ahornblätter geformten Kekse zu interessieren, die von unserem Guide Alan verteilt werden.

Jedes der Kinder darf sich eine neue winterliche Aktivität aussuchen, an der sich die Familie anschließend versucht. Den gestrigen Nachmittag haben wir im Canmore Nordic Centre damit verbracht, das Langlaufen zu erlernen. Es war unser erster Besuch am Austragungsort der Olympischen Winterspiele von 1988, aber bestimmt nicht der letzte. Heute Morgen haben wir eine Eiswanderung durch den Grotto Canyon unternommen. Der Canyon befindet sich in den östlich der Stadt Canmore gelegenen Ausläufern der Kanadischen Rocky Mountains und kann in ungefähr 10 Minuten mit dem Auto erreicht werden.

Eine Lektion in Geologie

Vom Veranstalter Discover Banff Tours wird ein Transfer von und zu den Hotels in Banff und Canmore angeboten. Bei der Ankunft händigte unser Guide Alan jedem von uns ein Paar Stollenaufsätze für die Schuhe sowie Wanderstöcke aus, damit wir auf der glatten Oberfläche nicht den Halt verlieren. Die Route erstreckt sich über 4 Kilometer und weist eine geringe Steigung auf. Daher ist es eine angenehme Wanderung, die für Teilnehmer nahezu jeder körperlichen Verfassung geeignet ist. Auch Kinder sind gern gesehen, allerdings müssen sie mindestens acht Jahre alt sein, um teilnehmen zu können. Bei unserer Wanderung entlang des gefrorenen Flussbettes kamen wir an einem Wald aus kleinen und ungewöhnlich geformten Bäumen vorbei, und Alan erzählte uns etwas über die geologischen Eigenheiten des Gebietes. Vor Millionen von Jahren befanden sich die einzigartig geformten Kalksteinwände des Canyons weit unterhalb des Meeresspiegels. Je weiter wir uns in den Canyon begaben, desto schmaler wurde auch der Wanderweg.

Die faszinierende Geschichte der Ureinwohner

Auf den Gipfeln der Three Sisters hatte ich eigentlich nur mit frischer Bergluft, einer spektakulären Landschaft und atemberaubenden Aussichten gerechnet. Umso größer war meine Überraschung, als wir einen Zwischenstopp an einer Felswand einlegten, auf der uralte Zeichnungen von Ureinwohnern zu sehen waren. Wir erfuhren, dass das Alter der Zeichnungen auf 1.000 bis 1.500 Jahre geschätzt wird. Man nimmt an, dass die Zeichnungen, die sowohl tierische als auch menschliche Formen darstellen, von den Hopi stammen, einem Volk, das eigentlich im Südwesten der Vereinigten Staaten ansässig ist. Auf einem der Bilder ist ein Kokapelli (Flötenspieler) zu sehen, der mit Ocker gemalt wurde. Dieses natürliche Erdpigment wird nur von den Hopi verwendet. Es ist ein faszinierender Gedanke, dass Menschen, die eigentlich in Arizona ansässig sind, tausende Kilometer zu Fuß bis zu den Kanadischen Rocky Mountains gewandert sind. Dann denke ich wieder an die Eiskletterer über uns und überlege, ob wir uns im nächsten Jahr wohl auch einmal daran versuchen werden.

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