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CALGARY VOM WASSER AUS ERLEBEN – DURCH DIE AUGEN DER EINHEIMISCHEN

Autor: Adrienne Beattie

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Caitlyn Giorgio

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Für viele Einwohner Calgarys gibt es im Sommer fast nichts Schöneres, als gemächlich mit Freunden über den Bow River zu treiben. Die meisten Einheimischen steuern ihr Boot selbst – ich habe mich heute aber zu einer geführten Tour angemeldet: Die Calgary River Experience wird von Ryan Thompson geleitet, dem Inhaber von Mukwah Rafting Tours. Obwohl es bereits Oktober und damit recht spät in der Saison ist, spielt das Wetter perfekt mit. Der Himmel ist blau, und die Sonne hat noch genug Kraft, um uns in der frischen Luft zu wärmen.


Unser Startpunkt liegt unmittelbar westlich vom Zentrum der Innenstadt am Pumphouse Theatre, einer ehemaligen Wasserpumpstation aus dem Jahr 1913, in der heute ein städtisches Kulturzentrum untergebracht ist. Ryan und seine Guides statten mich und die 12 anderen Teilnehmer am Ufer des Bow River mit Rettungswesten aus und helfen uns dann in das bequeme Boot, auf dem wir mehr als genug Platz haben. Da das Wasser hier sehr träge fließt, können wir uns einfach zurücklehnen, während Ryan uns in die Mitte des Flusses steuert.


Eine weite Reise
Ich war schon öfter auf dem Bow River paddeln – eine geführte Tour ist aber doch ein deutlich größeres Abenteuer. Ryan weist uns immer auf wieder auf Sehenswürdigkeiten am Ufer hin und unterhält uns mit faszinierenden Informationen über den Fluss. So erfahren wir unter anderem, dass der Bow River im Banff National Park aus dem Bow Lake entspringt, der seinerseits vom Bow Glacier und dem Schmelzwasser aus den umliegenden Kanadischen Rocky Mountains gespeist wird. Auf seinem Weg nach Osten zieht sich der Fluss durch die Gebirgsausläufer und die Prärie, bis er sich mit anderen Gewässern verbindet und letztendlich in die Hudson Bay mündet.


Einzigartige Perspektiven
Vom Wasser aus erlebe ich meine Heimatstadt mit ganz neuen Augen. Wir passieren Fliegenfischer, die es hier an einen der weltweit besten Angelplätze für Bach-, Stier- und Cutthroat-Forellen gezogen hat. Vom Ufer aus winken uns immer wieder Radfahrer, Jogger und Familien mit Hunden zu. Dann nähern wir uns Kensington, einem der ältesten und lebendigsten Viertel im Zentrum Calgarys. Von Ryan erfahren wir, dass die Poppy Plaza am Ufer – ein öffentlicher Park – zum Gedenken an die kanadischen Veteranen angelegt wurde. Hinter der Louise Bridge sehen wir einen Fluss-Surfer auf einer der beliebten stehenden Wellen. Direkt vor uns ragt dann auch schon die Peace Bridge auf: Die berühmte Rad- und Fußgängerbrücke verbindet die Innenstadt mit den nördlich vom Fluss gelegenen Vierteln. Dahinter liegt der Prince’s Island Park, in dem im Sommer viele Festivals stattfinden. Ryan erzählt uns, dass der See des Parks im 19. Jahrhundert ausgehoben und ursprünglich als Kanal genutzt wurde, um Baumstämme aus dem Kananaskis Country zum Sägewerk in Calgary zu transportieren. Solche und andere interessante Hintergrundinfos machen die Tour absolut kurzweilig und unterhaltsam.
Unter der Centre Street Bridge liest ein Mann ganz vertieft in seinem Buch. Wenige Schritte weiter verwirklicht sich ein Maler. Wir schlängeln uns durch das neu gestaltete East Village und den erst kürzlich fertiggestellten St. Patrick’s Island Park und erreichen dann Fort Calgary am Zusammenfluss von Bow River und Elbow River. 
Der letzte Abschnitt unserer Reise führt uns vorbei an den prächtigen historischen Anwesen in Inglewood, dem Calgary Zoo und dem Pearce Estate Park, einem informativen Feuchtgebietszentrum mit eigener Fischzucht an der Bow Valley Habitat Station. Endstation ist dann kurz vor der Harvie Passage, einem Wildwasser-Park, der gerade umgebaut wird. Die strahlenden Gesichter um mich herum deuten darauf hin, dass alle in den letzten knapp zwei Stunden jede Menge Spaß gehabt und viel Neues gelernt haben. Für den kommenden Sommer sind angeblich auch nächtliche Touren geplant. Ich bin dabei!
 

Beliebte Aktivitäten
  • Wildwasser-Rafting
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