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JASPER NATIONAL PARK: ABENTEUER UNTER DEM DUNKLEN NACHTHIMMEL

Autor: Debbie Olsen

Debbie ist Schriftstellerin, Forscherin, Reisende, Mutter, Ehefrau, Feinschmeckerin, Gärtnerin, Mädchen für alles, Taxifahrerin, Fotografin und ab und an eine von ihren Hormonen getriebene Verrückte. Sie hat bereits an acht Fodor’s Travel Guidebooks mitgearbeitet und schreibt regelmäßig für den Calgary Herald und den Red Deer Advocate.

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Kennen Sie das? Man blickt auf die unzähligen funkelnden Sterne am Nachthimmel und fühlt sich plötzlich ganz klein. Momente wie dieser sind so selten und wunderschön, dass sie einem schier den Atem rauben. Während ich auf dem Rücken liegend das strahlende Sternenspektakel am Nachthimmel über mir bewunderte, kam ich wie von selbst ins Philosophieren über meinen eigenen Platz in diesem endlosen Universum.

Vor gar nicht allzu langer Zeit konnten Menschen überall auf der Welt einfach den Blick heben, um die Sterne zu sehen. Durch die Lichtverschmutzung ist die Beobachtung der Sterne heute jedoch an vielen Orten schwierig, wenn nicht sogar unmöglich geworden. Ein dunkler Nachthimmel ist heute Anlass zum Feiern, und im Jasper National Park, einem der größten Lichtschutzgebiete der Erde, wird genau das jeden Oktober auf einzigartige Weise getan.

Eine königliche Bezeichnung

Die Royal Astronomical Society of Canada (RASC) hat Jasper im März 2011 offiziell als Lichtschutzgebiet ausgewiesen, und die kleine Gemeinde feiert dies seitdem mit einem speziellen Festival. Mein Mann und ich waren beim ersten Festival in Jasper und kommen seitdem fast jeden Oktober zurück. So konnten wir mitverfolgen, wie das Event weiterentwickelt und ausgebaut wurde.

Einige der führenden internationalen Wissenschaftler, Astronomen, Nachtfotografen, Geschichtenerzähler und Dozenten haben sich beim Festival schon die Ehre gegeben, und ich lerne jedes Jahr etwas Neues dazu. Einer meiner Lieblingsvorträge wurde von Colonel Chris Hadfield gehalten, einem ehemaligen Astronauten, der eine Zeit lang die internationale Raumstation geleitet und als erster Kanadier einen Weltraumspaziergang unternommen hat. Er zieht gerne Parallelen zwischen der Raumfahrt und dem Leben auf der Erde und kommt dabei oft zu sehr tiefgründigen Erkenntnissen. Seine inspirierende Botschaft, dass wir alle uns auf unserer Reise durchs Leben eine positive Einstellung bewahren sollten, kam für mich genau zum richtigen Moment.

Angebote für Groß und Klein

Neben interessanten Vorträgen und Präsentationen bietet das Festival auch Aktivitäten für Besucher jeden Alters. Es gibt fünf Planetariums-Shows, Parks Canada-Programme und -Ausstellungen, wissenschaftliche Vorführungen, Workshops zum Bau von Wasserraketen und Erzählstunden zu Legenden der Ureinwohner. Jedes Jahr steht irgendein neues Angebot auf dem Programm.

Jasper hat auch eine beachtliche Gastronomie zu bieten. Wir haben einmal an einem speziellen Dark Sky Dinner mit einem mehrgängigen Menü teilgenommen, für das die größten Starköche aus Alberta jeweils ein Gericht kreierten. Dazu wurden passend abgestimmte Cocktails gereicht. Jeder Koch war wild entschlossen, die anderen zu übertrumpfen, sodass wir in den Genuss einer sensationell zubereiteten und angerichteten Mahlzeit kamen.

So sehr ich die gehobene Küche auch schätze – das Highlight beim Festival sind für mich fast immer die abendlichen Dark Sky-Programme mit Astronomen vom RASC-Zentrum in Edmonton. Am Lake Annette und Pyramid Lake werden dann professionelle Teleskope aufgestellt, durch die man Planeten und andere Phänomene aus nächster Nähe beobachten kann. Ich unterhalte mich auch meist sehr lange mit den Fotografen, die unglaublich hilfsbereit sind und ausgezeichnete Tipps zu Kameraeinstellungen für perfekte Nachthimmelaufnahmen geben.

Aber nichts geht darüber, einfach in der Dunkelheit auf dem Rücken zu liegen und das Funkeln von Millionen Sternen zu bestaunen. Dieses elementare Erlebnis versetzt mich jedes Mal zurück in meine Kindheit – und alles, was das fertigbringt, ist es wert, gefeiert zu werden.

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