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Icefields Parkway im Winter: Roadtrip durch die Kanadischen Rockies

Autor: Susi Maier

Susi Maier ist Reisebloggerin mit Vorliebe für Roadtrips, Outdoor-Abenteuer und besondere Reiserlebnisse. Von ihren Reiseabenteuern berichtet sie in ihrem Reiseblog www.blackdotswhitespots.com. Die Kanadischen Rockies gehören zu ihren Lieblings-Roadtrip-Zielen. 2016 befuhr sie den Icefields Parkway zum ersten Mal im Winter.

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Icefields Parkway / Susanne Maier

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Von Gletschern bedeckte verschneite Berggipfel zu Ihrer Linken und Rechten, weite einsame Täler und Wälder und bis auf einen Highway und wenige Ortschaften nichts als kanadische Bergwildnis und freie Natur: Der 230 Kilometer lange Icefields Parkway führt mitten durch die Bergwelt der Kanadischen Rockies und ist eine der schönsten Panoramastraßen überhaupt.  

Und Sie können ihn auch im Winter befahren!  

So beliebt und vielbefahren die Strecke im Sommer ist, so ruhig und entspannt ist sie im Winter, wenn die Bären unter einer friedlichen Schneedecke schlafen und die Touristenbusse und Wohnmobile verschwunden sind. Die Reisebloggerin Susi Maier von www.blackdotswhitespots.com hat den Icefields Parkway schon mehrmals befahren und gibt Tipps für die besten Stopps.  

Der Icefields Parkway im Winter  

Ein Winter-Roadtrip entlang des Icefields Parkway serviert Ihnen die winterliche Berglandschaft der Kanadischen Rockies auf dem Silbertablett: bequem vom Auto aus und doch mittendrin! 

Unterwegs passieren Sie die Orte Banff, Lake Louise und Jasper und können Ihre Winterreise gut mit Skifahren und Snowboarden in den dortigen Skigebieten und anderen Winteraktivitäten wie Hundeschlittenfahren, Schneeschuhwandern oder einer Übernachtung in einer Backcountry Lodge verbinden.  

Die Straße wird täglich geräumt und ist auch im Winter gut befahrbar. Als Mietwagen sollten sie ein etwas größeres Modell wählen (zum Beispiel einen SUV), in dem auch Ski oder Snowboard Platz finden, und auf Winterreifen achten.  

Die gesamte Strecke von Banff bis Jasper lässt sich auch im Winter an einem Tag bewältigen, ich empfehle Ihnen jedoch, Ihren Roadtrip auf mehrere Tage auszudehnen und unterwegs mehrere Zwischenstopps und Zeit für Winteraktivitäten einzuplanen. Ein guter Ausgangs- und Endpunkt für die Reise sind Calgary und/oder Edmonton. Eine gute Reisezeit ist ab Mitte Februar bzw. im März, wenn die Tage länger sind und es nicht mehr ganz so kalt ist.  

Banff bis Lake Louise, Lake Minnewanka und der alte Bow Valley Parkway  

Die erste Etappe auf dem Icefields Parkway führt von Banff nach Lake Louise. Der quirlige  Ferienort Banff lohnt auf jeden Fall einen Zwischenstopp. Hier ist auch im Winter etwas los, denn Banff ist nicht nur der größte Ort an der Strecke, sondern auch ein beliebtes Wintersportzentrum umgeben von drei Skigebieten.  

Hinter Banff führt der Highway durch ein weites Tal mit Blick auf die charakteristischen Bergformationen Tunnel Mountain, Rundle Mountain und Castle Mountain. Neben dem Highway im Tal liegen die Vermillion Lakes, die sich besonders am frühen Morgen und im Abendlicht für einen Fotostopp anbieten.  

Wenn Sie ein bis zwei Stunden Zeit haben, sollten Sie von Banff einen Abstecher zum Lake Minnewanka einplanen. Der große Bergsee vor der schönen Bergkulisse, auf dem im Sommer bunte Kanus und Ausflugsboote unterwegs sind, ist im Winter eindrucksvoll zugefroren.  

Anstatt die 50 Kilometer von Banff bis Lake Louise auf dem breiten, mehrspurigen Transcanada Highway zu fahren, sollten Sie den parallel verlaufenden, alten Bow Valley Parkway nehmen (sofern er geöffnet ist). Das Teilstück des alten Parkways ist eine ruhige, idyllische Landstraße durchs Tal, die bei Lake Louise wieder auf den großen Highway trifft.  

Meine Highlights am Bow Valley Parkway im Winter waren der Blick auf die Bahnlinie ins Tal und die Übernachtung im Baker Creek Mountain Resort mit seinen kleinen Blockhütten — beides kurz vor Lake Louise. 

Der zugefrorene Lake Louise 

Das kleine Lake Louise ist der letzte Außenposten vor Jasper. Hier können Sie im weltbekannten Lake Louise Ski Resort Ski fahren, eine Hundeschlittenfahrt oder Winterwanderung machen.  

Der berühmte, hinter Lake Louise in den Bergen liegende Moraine Lake ist im Winter leider nicht zu erreichen. Anders der Lake Louise, den sie auf keinen Fall verpassen sollten: Im Winter ist er hübsch zugefroren und es ist viel weniger los als im Sommer. Einheimische spielen Eishockey oder machen Langlauf auf dem Eis. Auch Sie können sich auf den zugefrorenen See wagen, zum Beispiel um das hübsche Ice Castle aus der Nähe zu bestaunen, das jedes Jahr auf der Eisfläche des Sees aufgebaut wird.  

Bow Lake 

Hinter Lake Louise führt der Icefields Parkway weiter durch den Banff National Park, vorbei an felsigen Bergspitzen und zugeschneiten Seen. Ein schönes Panorama bietet sich bei einem kurzen Stopp am Bow Lake, wo Sie vom Parkplatz bei der Num-Ti-Jah-Lodge durch den Schnee zum zugefrorenen See stapfen können.  

Peyto Lake 

Ein wenig weiter nördlich erreichen Sie dann am Bow Summit den höchsten Punkt der Strecke. Hier befindet sich einer der besten Aussichtspunkte der Kanadischen Rockies, den Sie auf keinen Fall verpassen sollten: Peyto Lake! 

Vom Parkplatz aus führt ein Fußweg hinauf zu einer Aussichtsplattform, von der Sie einen spektakulären Ausblick auf das weite Tal mit dem auffällig geformten Gletschersee genießen können. Wo sich im Sommer Touristenscharen drängen, haben Sie den Aussichtspunkt im Winter fast für sich allein! 

Howse Pass 

Auf der Höhe von Saskatchewan River Crossing sollten Sie beim Rastplatz von Howse Pass einen weiteren Aussichtsstopp einlegen. Hier, am Zusammenfluss der drei Flüsse North Saskatchewan, Mistaya und Howse River befindet sich eine der wichtigsten Ost-West-Verbindungen durch die Rocky Mountains. Sie wurde seit jeher von den Ureinwohnern und später von Pelzhändlern und Siedlern als Korridor genutzt.  

Von der Picknick-Area des Rastplatzes haben Sie einen wunderbaren Blick über das Flusstal und die weite Landschaft, Infotafeln erklären die geschichtliche und geografische Bedeutung des Ortes.  

Athabasca Glacier und Jasper National Park 

Einige Kilometer weiter nördlich windet sich der Highway in mehreren Haarnadelkurven hinauf zum „Big Hill“. Kurz danach ist der Eingang des Jasper National Park erreicht. Sie nähern sich jetzt dem Columbia Icefield.  

Die wahren Ausmaße dieses Eisfelds kann man zwar nur aus der Luft sehen, doch der Icefields Parkway führt direkt an einer der Gletscherzungen vorbei, die sich vom Icefield hinab ins Tal schieben: dem Athabasca Gletscher.  

Im Winter sind zwar keine Gletscherausflüge möglich, doch von dem kleinen Parkplatz auf der gegenüberliegenden Seite des Besucherzentrums kann man zu Fuß bis zur Spitze der Gletscherzunge laufen. Unterwegs zeigen Schilder, wie stark sich der Gletscher in den letzten Jahrzehnten zurückgezogen hat.  

Athabasca Falls und Ankunft in Jasper 

Vom Columbia Icefield sind es jetzt nur noch etwa 100 Kilometer bis Jasper. Wenige Kilometer vor der kleinen Stadt passieren Sie die Athabasca Falls. Wo im Sommer das Wasser des Gebirgsflusses in eine kleine Schlucht donnert und alles voller Gischt ist, herrscht im Winter mehr Ruhe und Stille, denn der Wasserfall ist vielleicht schon gefroren. Von kleinen Brücken können Sie sehen, wie sich das Wasser hier seinen Weg gebahnt hat und das Eis bewundern, bevor Sie weiter in die Stadt fahren.  

In Jasper ist das Skigebiet Marmot Basin sehr zu empfehlen. Zudem können Sie hier weitere Winteraktivitäten einplanen wie zum Beispiel einen Ice Canyon Walk zu gefrorenen Wasserfällen im Maligne Canyon, Eisklettern oder Winterwanderungen.

 

Beliebte Aktivitäten
  • Selbstfahrertour
  • Eislaufen
  • Skifahren
  • Hundeschlittenfahren
  • Einzigartige Unterkünfte
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