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EINE KÖSTLICHE REISE IN DIE VERGANGENHEIT

Autor: Travel Alberta

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Kaum habe ich den Laden hinter der historischen Holz- und Ziegelfassade betreten, weht mir der verführerische Duft von frisch gebackenem Brot entgegen. Auf den Regalen der Alberta Bakery türmen sich mit Wurst gefüllte Teigtaschen, Brötchen mit Käsefüllung und sündhaft leckere Zimtschnecken mit einer Frischkäseglasur. Ich habe mir vorhin im Vulcan Ice Cream Parlour schon eine Eiswaffel gegönnt – aber ein paar Buttertörtchen zum Mitnehmen müssen es hier unbedingt noch sein.

Ich bin im Heritage Park Historical Village, dem größten Freilichtmuseum Kanadas. Der Heritage Park ist die beste Adresse in Calgary, um mehr über das Leben der westkanadischen Pioniere, der Pelzhändler und der First Nations vor über 100 Jahren zu erfahren. Die historisch gekleideten Mitarbeiter des Parks lassen Sie hautnah in das Leben der Menschen eintauchen, die den Westen erschlossen und besiedelt haben. Ich liebe es, Geschichten von ihren Erlebnissen und Erfahrungen zu hören und authentische Gebäude, Werkzeuge und Gebrauchsgegenstände aus der damaligen Zeit zu besichtigen.

Einsteigen bitte! Die Zeitreise beginnt

Kurz darauf nehme ich in einem der letzten Eisenbahnwagen aus der kanadischen Kolonialzeit Platz und breche zur 45-minütigen Tour „A Journey West“ auf. Es braucht nicht viel Fantasie, um sich wie im frühen 20. Jahrhundert zu fühlen. Unser Reiseleiter erzählt uns, dass Passagiere früher ihr eigenes Essen an Bord zubereitet haben. Vor meinem inneren Auge sehe ich einen Eintopf köcheln, zubereitet aus mühselig dem Boden abgerungenem Gemüse.

Später will ich dann auch noch eine Fahrt mit der S.S. Moyie machen – einer Nachbildung des ältesten nordamerikanischen Raddampfers. Das Wetter ist wie für einen Bootsausflug auf dem Glenmore Reservoir gemacht, und ich habe gehört, dass man unterwegs fantastische Ausblicke auf die Kanadischen Rockies haben soll. Außerdem gibt es auf dem Gelände auch noch einige Straßenbahnwagen, die stellvertretend für die fast 80 elektrischen Straßenbahnen stehen, die zwischen 1909 und 1950 in Calgary in Betrieb waren.

Entdecken Sie die Famous 5

Nach meiner Reise durch den Alten Westen statte ich dem Famous 5 Interpretive Centre einen Besuch ab. Untergebracht ist das Museum in einer Nachbildung des Wohnhauses der kanadischen Frauenrechtlerin Nellie McClung aus Calgary, die zusammen mit vier anderen Frauen aus Alberta unter dem Namen „The Famous Five“ bekannt geworden ist. Diese fünf Frauen setzten sich dafür ein, dass Frauen ebenfalls im Sinne des British North American Act als „Personen“ gelten sollten. Glücklicherweise gab ihnen ein britisches Berufungsgericht 1929 recht.

Drinnen begleitet uns der behagliche Duft des im Kamin brennenden Holzes durch das Haus und erinnert uns an die Tage, als ein warmes Zuhause nicht mit dem einfachen Einschalten der Heizung zu haben war. Eine historisch gekleidete Mitarbeiterin führt uns in den Wintergarten und weist uns auf die blaue Glasdecke hin, die mit winzigen Lichtpunkten durchsetzt ist. Sie symbolisieren die Sterne, die Nellie McClung nachts gerne beobachtet hat. Ich erfahre unzählige faszinierende Dinge über die Rolle der Frauen in der kanadischen Geschichte, die mir absolut neu sind.

Wo Erinnerungen erwachen

Zum Abschluss meines Besuchs schaue ich noch im Gasoline Alley Museum vorbei, in dem Oldtimer, alte Zapfsäulen und nostalgische Erinnerungsstücke aus den 30er, 40er und 50er Jahren zu sehen sind. Als ich in den Ausstellungsbereich komme, der einem Drive-in-Kino nachempfunden ist und ein Chevy Cabrio aus dem Jahr 1951 zeigt, flackern fast vergessene Erinnerungen auf. Ich rutsche hinters Steuer und höre förmlich den knirschenden Kies auf den längst verschwundenen Parkplätzen meiner Jugend.

Ich könnte problemlos noch einen weiteren Tag damit verbringen, die über 200 Anlagen und Exponate des Parks zu erkunden. Zum Glück habe ich eine 2-Tages-Karte gekauft. Morgen steuere ich zuallererst das Riesenrad auf dem historischen Rummelplatz an – das heißt, nach einem kurzen Abstecher zur Alberta Bakery!

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