Dinosaur Provincial Park

Vier fantastische Instagram-Motive in den Kanadischen Badlands

Jody Robbins

Travel Alberta

Mar 27, 2019 - Leestijd 4 minuten

Keine Frage: Die Kanadischen Rockies in Alberta sind atemberaubend schön. Aber hin und wieder braucht es schon etwas mehr als schneebedeckte Berge und türkisfarbene Seen, damit eure Follower den Daumen heben. Falls ihr noch auf der Jagd nach Urlaubsinspirationen seid oder einfach euren Feed etwas abwechslungsreicher gestalten wollt, sind die Kanadischen Badlands genau das Richtige für euch.  

Dort bekommt ihr nämlich nicht nur den gewünschten Wow-Faktor geboten – eure Fans werden sich auch vor Dankbarkeit für die originellen Ausflugstipps überschlagen. Wenn ihr also auf Reisen ein Auge auf eure Likes habt (und wer hat das schließlich nicht?), solltet ihr diese vier Orte auf eure Route setzen.

Horseshoe Canyon

Vor einhundert Jahren nutzten gewitzte Diebe diese Sandstein-Canyons, um gestohlene Pferde über die Grenze zu schmuggeln.

Travel Alberta | Katie Goldie

Horsethief Canyon

Dieser Name weckt hohe Erwartungen, stimmt‘s? Keine Sorge – die Schlucht vor den Toren Drumhellers wird euch nicht enttäuschen. Der Horsethief Canyon liegt an der Schnittstelle zwischen flacher Prärie und verwitterten Sandstein-Canyons. Wundert euch nicht, wenn ihr euch vorkommt, als hätte euch jemand geradewegs in einen Science-Fiction-Film oder Western gebeamt! 

Als Begleittext zu eurem sensationellen Foto müsst ihr dann natürlich auch die berüchtigte Vergangenheit des Canyons erwähnen. Vor hundert Jahren blühte der Pferdeschmuggel zwischen den USA und Kanada. Die Tiere verschwanden auf mysteriöse Weise in diesem Canyon, tauchten wenig später mit einem anderen Brandzeichen wieder auf und wurden weiterverkauft.

Tipp vom Profi: Bringt einen Spielzeuglaster oder einen kleinen Dinosaurier mit. Die wilden Erdhörnchen sind so neugierig wie vorwitzig und können euren Requisiten bestimmt nicht widerstehen. Witzige Bilder sind euch also quasi garantiert.

Blackfoot Crossing

So ein Fotomotiv bekommt man nicht jeden Tag vor die Linse. Im Blackfoot Crossing Historical Park habt ihr Gelegenheit, Stammesangehörige der Siksika Nation mit ihrem farbenfrohen traditionellen Schmuck zu sehen.

Travel Alberta | Katie Goldie

Blackfoot Crossing

Dieser historische Park liegt gleich südlich von Calgary auf dem Land der Siksika Nation. Nur wenige Besucher verirren sich hierher, was äußerst schade ist. Über die ersten Motive stolpert ihr schon, bevor ihr das moderne Museum betretet. Über dem Eingang sind riesige Federn aus Buntglas angebracht, die das Sonnenlicht reflektieren und den Betonboden rot und violett färben. 

Die offen gestalteten Räumlichkeiten des Museums bringen die Augen jedes Lifestyle-Influencers zum Leuchten: Zwischen den Tipis und farbenfrohen Exponaten geben die bodentiefen Fenster immer wieder den Blick auf die umliegende hügelige Prärie frei. Nach eurem Rundgang solltet ihr gleich noch ein paar Panoramaaufnahmen vom Bow River machen, der sich hier träge durch das grüne Tal schlängelt. Am Fuß eines kleinen Hügels stoßt ihr auf drei traditionelle Tipis, in denen Gäste übernachten können. Sollten sie gerade leer stehen, könnt ihr eurer Fantasie freien Lauf lassen und ein paar gelungene Aufnahmen machen.

Dinosaur Provincial Park

In diesem gletschergeformten Tal jagt ein Instagram-Hotspot den nächsten. Beim Anblick der Hoodoos und tief gefurchten gelb, rot, braun und schwarz leuchtenden Felswände, die ihren Farbton mit dem Sonnenstand ändern, werden Erinnerungen an Fred Feuerstein wach. Der Provinzpark bietet sogar spezielle Sonnenuntergangstouren für Fotografen, bei denen ihr Orte wie das Valley of the Gold oder das Valley of the Moon gezeigt bekommt. Kein Witz.  

Die meisten Leute kommen aber wegen der Fossilien. Immerhin wurden hier einige der bedeutendsten Dinosaurierfunde überhaupt gemacht. Dino-Fossilien findet ihr buchstäblich auf Schritt und Tritt – perfekt für einen Carousel Post.  

Euren Durst könnt ihr dann außerhalb des Parks im durch und durch authentischen Saloon des Patricia Hotels stillen. An den Wänden hängen ausgestopfte Tiere, und an mehreren Stellen haben Rancher ihre Brandzeichen ins Holz geschnitzt. Anschließend lohnt sich ein Abstecher zum verlassenen Dinosaurier-Laden an der Kreuzung der Highways 540 und 876. Der attraktive T-Rex wartet nur darauf, sich mit euch zusammen fotografieren zu lassen. 

Im Kanu durch die idyllischen Feuchtgebiete der Cypress Hills: Mehr Kanada geht nicht.

Travel Alberta | Roth and Ramberg

Cypress Hills

Dieser provinzübergreifende Park liegt auf beiden Seiten der Grenze zwischen Alberta und Saskatchewan und thront 600 Meter über dem Meeresspiegel auf einer Hochebene. So fühlt ihr euch zwar einerseits wie in der Prärie, seid aber gleichzeitig von dichten Kiefernwäldern und gebirgsähnlichem Terrain umgeben. Tatsächlich ist dies sogar der höchstgelegene Punkt zwischen den Rocky Mountains und Labrador. 

Hier schlägt die Stunde der Landschaftsfotografen. Feuchtgebiete wechseln sich ab mit Grasland und Wäldern, und gleich vor dem Park erstreckt sich die endlose wogende Prärie. Als Nachthimmel-Schutzgebiet bietet Cypress Hills auch perfekte Bedingungen für übernatürlich schöne Fotos der hell funkelnden Sterne am samtigen Nachthimmel.  

Für das leibliche Wohl sorgt das Camp Cookhouse. Fast alle Gerichte sind hausgemacht und schmecken unglaublich lecker. Wenn ihr nicht aufpasst, vergesst ihr möglicherweise sogar, ein Foto zu machen, bevor ihr zu Messer und Gabel greift.

Die Hausmannskost im Camp Cookhouse ist so lecker wie fotogen. 

Travel Alberta | Katie Goldie