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Calgarys geschichts- und musikträchtigstes Viertel

Travel Alberta

Jun 18, 2018 - Lesedauer: 2 Minuten

Stellt euch vor, ihr steht auf einer Straße im Viertel Inglewood und dreht den Kopf von links nach rechts. Was ihr seht, ist ein altes Hotel, das zu einem der besten Restaurants der Stadt umfunktioniert wurde, eine Scheune, in der sich eine angesagte Modemarke eingenistet hat, ein Lagerhaus, das eine Craft-Brauerei beherbergt, eine Kunstgalerie und einen bekannten Hutmacher.

Und es gibt mit Sicherheit auch etwas Interessantes zu hören. Inglewood wurde nicht nur vor ein paar Jahren zum besten Stadtviertel Kanadas gewählt – die Einheimischen nennen es inzwischen auch ihre „Music Mile“, denn hier folgt eine fantastische Konzert-Location auf die nächste. Allen voran: das brandneue National Music Centre, eine Kombination aus Museum, Livebühne und Musikschrein. 

Außerdem hat das Viertel auch eine bunte Mischung aus individuellen Läden, Lokalen mit regionalen Köstlichkeiten und Craft-Brauereien vorzuweisen. Wir haben Kaley Bird getroffen und die Musikerin aus Inglewood gebeten, uns ihre Lieblingsorte zu zeigen – und als krönender Abschluss der Tour erwartet euch eine musikalische Kostprobe ihrer Band Nice Horse. 

Essen

Paddel ahoi: Kaley Bird von der Band Nice Horse präsentiert euch Inglewoods Gastroszene. 

Wie ihr seht, hat es das The Nash Kaley besonders angetan – und das aus gutem Grund. Doch das Foodie-Paradies Inglewood hat noch weit mehr zu bieten. In diesen Restaurants solltet ihr unbedingt vorbeischauen: 

Spolumbo’s: Das traditionsreiche Spolumbo’s wurde von drei ehemaligen Football-Profis gegründet. Die italienischen Würstchen und Sandwiches gehören zu den absoluten Klassikern aus Calgarys regionaler Küche.

Without Papers: Authentische, handgemachte Pizzen mit kreativer Note. Tipp: Probiert die Pizza the Hut mit Wildschweinsalami, Pilzen, Mozzarella und Fontina. 

Burger 320: Hackfleisch aus Rinderbrust und Brötchen frisch aus dem Backofen: Viele Einheimische schwören, dass es hier die besten Burger der Stadt gibt. Viele weitere Empfehlungen findet ihr hier.

Mode

Jeder Schankraum für Craft-Bier in Inglewood verspricht ein anderes, einzigartiges Geschmackserlebnis. Prost! 

Cody & Sioux verkörpert das Nonplusultra an cooler Western-Mode. Es gibt in der Straße aber noch zahlreiche weitere Modeboutiquen, die einen genaueren Blick wert sind:

The Livery Shop: In dieser alten Scheune werden Artikel von unabhängigen kanadischen Marken wie Camp Brand Goods oder CoutuKitch verkauft.

Purr: Damenmode, Schuhe, Babykleidung und alles, was ihr sonst noch für den perfekten Look braucht 

Adorn: Damenmode von ausgewählten Designern aus aller Welt mit einem besonderen Schwerpunkt auf klassischen Artikeln. Eine der Lieblingsboutiquen vieler einheimischer Frauen.

Viele weitere Empfehlungen findet ihr hier.

Bier

Jeder Schankraum für Craft-Bier in Inglewood verspricht ein anderes, einzigartiges Geschmackserlebnis. Prost! 

Alberta erlebt derzeit einen echten Craft-Bierboom. Das Epizentrum der Szene liegt in Inglewood. Das hat auch, aber nicht nur, historische Gründe: In einem markanten Klinkergebäude am Rand des Viertels hatte einst die Calgary Malting & Brewing Company ihren Sitz, mit deren Gerstensaft Generationen von Kanadiern ihren Durst gestillt haben. Die Brauerei und ihr berühmtes Bison-Logo gehören inzwischen längst der Vergangenheit an. An ihre Stelle sind zahlreiche Craft-Brauereien getreten.

Cold Garden: Im lockeren Verkostungsraum herrscht fast jeden Abend Hochbetrieb. Im Angebot sind Klassiker und originelle Spezialsorten. Wie wäre es zum Beispiel mit der Geschmacksrichtung „Geburtstagstorte“?

High Line Brewing: Die kleine Craft-Brauerei betreibt einen charmanten Schankraum unmittelbar neben der zentralen 9th Avenue. Der Reiz besteht darin, sich überraschen zu lassen.

Dandy: Eine echte Nano-Brauerei, die sich auf Ales spezialisiert hat und ihr Bier ungefiltert und unpasteurisiert in unbehandelten Flaschen und Fässern abfüllt.

Hutmacher

In Calgary trägt man (und Frau) Hut – und zwar nicht irgendeinen, sondern einen Smithbilt. Dieser Kopfschmuck aus Inglewood ziert unter anderem die Häupter von Präsidenten und unzähligen Besuchern der Stampede.

Der weiße Smithbilt-Cowboyhut (ein gut gemeinter Rat: Nehmt nicht das Wort Stetson oder Texashut in den Mund, wenn ein Einheimischer in Hörweite ist!) ist das berühmteste Wahrzeichen Calgarys. Er wird Würdenträgern von nah und fern überreicht, begrüßt euch bei eurer Ankunft am Flughafen Calgary auf den Köpfen des Servicepersonals und schützt Tausende Besucher der Calgary Stampede vor der grellen Sonne. Und jedes einzelne Exemplar stammt aus Inglewood.

Ironwood

Im Ironwood und anderen Locations entlang der Music Mile wird praktisch jeden Abend Livemusik geboten. 

Abends verwandelt sich Inglewood in einen Hotspot für Livemusik. Im Ironwood, einem alten Theater, treten schon seit Jahren Musiker aller Genres auf. Von hier sind es jeweils nur wenige Schritte zur Rootsmusik im Blues Can bzw. zum Gravity Café and Wine Bar, in dem oft Livemusik gespielt wird. Gleich um die Ecke befindet sich die Festival Hall. Sie dient als Verwaltungssitz des Calgary Folk Music Festival, das jeden Sommer im zentral gelegenen Prince's Island Park stattfindet, und richtet auch das ganze Jahr über Konzerte aus.

Musik

Das National Music Centre vermittelt einen faszinierenden Einblick in Kanadas Musikgeschichte. Neben der weltgrößten Sammlung an Keyboards erwarten euch auch coole Exponate wie das mobile Aufnahmestudio der Rolling Stones.

Das pulsierende Zentrum der Music Mile ist das Studio Bell mit dem neuen National Music Centre, einer großartigen Hommage an die kanadische Musik. Auf fünf Ausstellungsetagen wird die Musikgeschichte Kanadas beleuchtet. Hinzu kommen einzigartige Exponate wie ein Klavier, auf dem einst Elton John komponiert hat, oder auch der berühmte Aufnahmebus der Rolling Stones. Und das Beste: Ihr könnt hier nicht nur mit den unterschiedlichsten Musikgenres experimentieren, sondern auch das ganze Jahr über Konzerte besuchen. 

Studio Bell

Das ehrwürdige King Edward Hotel ist nicht nur aus architektonischer Sicht interessant, sondern galt auch jahrzehntelang als Calgarys Heimat des Blues. Heute ist das Gebäude in das Studio Bell integriert und dient als erstklassige Veranstaltungsbühne.