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Red Deer für Foodies – Albertas reiche Ernte auf dem Teller (und im Glas)

Julie Van Rosendaal

Travel Alberta

Apr 30, 2018 - Lesedauer: 3 Minuten

Am Rand der Innenstadt von Red Deer manövriert uns Stephen Ross souverän zwischen den Gärbehältern und Tanks aus Edelstahl hindurch. Die Troubled Monk Brewery ist an diesem Samstagnachmittag brechend voll, denn viele Einheimische nutzen die Gelegenheit zu einem Tratsch bei einem Craft-Bier. Stephen Ross hat es nicht umsonst zum Bierjuror gebracht und die Zertifizierung als Cicerone Certified Beer Server erhalten: Er versteht etwas von seinem Fach. Jetzt wirft er mit Begriffen wie Lichtbrechung und Hydrometer um sich, um uns die Wissenschaft und Magie hinter dem Prozess zu vermitteln, mit dem Getreide zum Getränk wird.

Stephen schnappt sich ein Glas und füllt es mit dem Verkaufsschlager der Brauerei, Golden Gaetz. Benannt ist das Ale nach dem Politiker Leonard Gaetz, dem Gründer des heutigen Red Deer. „Unsere Provinz hat die beste Braugerste der Welt“, meint er. „Das hier ist Alberta im Glas.“

Troubled Monk wurde im Juni 2015 gegründet und ist Teil des Craft-Bierbooms, der ganz Alberta erfasst hat. Erst vor sich das Unternehmen noch zusätzlich eine 500-Liter-Destillieranlage und zwei Gärbehälter zur Herstellung von Spirituosen zugelegt. Die erste Kreation, ein schnörkelloser Wodka aus zweireihiger Gerste, harmoniert hervorragend mit dem hauseigenen Root Beer und Ginger Ale. 

Wenn die Braugerste praktisch im Hinterhof wächst, ist es kein großer Aufwand, „Alberta im Glas“ zu produzieren.

Wenn die Braugerste praktisch im Hinterhof wächst, ist es kein großer Aufwand, „Alberta im Glas“ zu produzieren.

Das lokale Bier hat einiges mit der Stadt gemeinsam: Beide sind kultivierter, als man auf den ersten Blick denkt. Red Deer ist eine junge, schnell wachsende Stadt mit 100.000 Einwohnern, die sich ständig weiterentwickelt. Besonders stolz sind die Einheimischen auf ihre regionalen Erzeugnisse, an denen dank des schier endlosen umliegenden Acker- und Weidelands kein Mangel besteht. Im Troubled Monk stehen Käsespezialitäten aus dem nahen Sylvan Star, selbst hergestellte Würstchen aus dem Viva Deli und hausgemachte Knabber-Snacks auf der Karte. „Wir überlegen uns bei jedem Gericht, wie wir mit Anbietern aus Red Deer oder wenigstens aus Alberta zusammenarbeiten können“, erklärt Stephen Ross.

Das Unternehmen ist immer offen für Kooperationen. Bestes Beispiel: die Entwicklung aromatisierter Sirups für eine neue Cocktail-Lounge. „Seid ihr schon im To the Lost gewesen?“, fragt Stephen und meint damit die angesagte Ausgehadresse im Stadtzentrum. „Da müsst ihr unbedingt hin. Nehmt euch die Zeit. Die Leute dort sind die Cocktail-Zauberer von Red Deer.“

Im To the Lost bekommt ihr sagenhaft gute, individuelle Cocktails, einheimische Bier-, Cider- und Weinsorten, Bar-Snacks, Gourmet-Burger, Hot Dogs und mehr. Mit ihrem coolen Flair müsste sich die Bar auch in keiner Großstadt verstecken. Gleich dahinter schließt sich die gemütliche kleine Rum- und Tiki-Bar Forgotten Alley an, die von den Einheimischen als Geheimtipp gehandelt wird. Das Unterhaltungsprogramm umfasst Livemusik sowie Songs vom Plattenspieler und Open Mic Nights.

Das To the Lost ist für die recht überschaubare Größe der Stadt überraschend cool und begeistert mit sensationellen Cocktails. In der benachbarten Tiki-Bar Forgotten Alley solltet ihr allein schon wegen der Musik vorbeischauen.

Preisgekröntes BBQ

Nebenan in der Red Boar Smokery kommen Hähnchen aus dem nahen Bowden, Schwein aus einem Zuchtbetrieb der Familie Zuidhof im nahen Lacombe und andere Fleischprodukte von Messinger Meats aus dem nahen Mirror, Alberta, auf den Teller. Die preisgekrönten Grillmeister räuchern Rinderbrust, Schweineschulter und -bauch, Hähnchen und Ribs selbst und servieren dazu klassische Beilagen wie Maiscreme, Baked Beans, Krautsalat, fantastische Macaroni & Cheese und hausgemachte Würstchen. Angerichtet wird alles auf einem kleinen, mit Butterbrotpapier ausgelegten Backblech – ideal zum Teilen.

All das hat dazu geführt, dass sich die 50th Street zu einem absoluten Hotspot in der Innenstadt gemausert hat. Für zusätzliches Ambiente sorgen eine öffentliche Terrasse, die den Sitzbereich entlang der Straße erweitert, ein Klavier, auf dem jeder spielen darf, der sich dazu berufen fühlt, Pflanzenkübel mit bunten Blumen und jede Menge Tische, die im Sommer zum Verweilen einladen. Gleich um die Ecke bereitet das kleine, aber schicke Dose Coffee Kaffeebohnen von einigen der weltweit renommiertesten Röster zu. 


An heißen Sommertagen verspricht das mit Flusswasser gespeiste Becken im Discovery Canyon Tube Park eine willkommene Abkühlung.

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