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Einzigartig und einfach fantastisch – Lebensmittel, Getränke, Kleidung und Souvenirs aus Alberta

Jody Robbings

Travel Alberta

Dec 20, 2017 - Lesedauer: 7 Minuten

Die Einwohner Albertas sehen sich selbst gern als die Innovationsträger Kanadas und sind stolz auf ihren Unternehmergeist und ihre Kreativität. Für euch als Reisende bedeutet das, dass ihr unterwegs immer wieder auf fantastische Artikel und Produkte stoßen werdet, die so einzigartig wie typisch für die Provinz sind – von Kunst und Kunsthandwerk über Mode bis zu Lebensmitteln und Getränken und darüber hinaus – und die euch auch nach eurer Heimkehr noch lange an Alberta erinnern werden. Hier stellen wir euch einige der größten Highlights vor:

Wer Alberta besucht, kommt um die Werke von Jason Carter nicht herum. Das gilt vor allem für Flugreisende: In Edmonton und Calgary sind Gemälde des Künstlers an den Flughäfen ausgestellt, und auch für Fort McMurray hat er schon öffentliche Kunst kreiert. Jason wird von der Bearclaw Gallery in Edmonton vertreten und seine Werke wurden bereits in der Art Gallery of Alberta gezeigt. Außerdem betreibt er zwei Galerien in den Bergorten Banff und Canmore, die seine Arbeiten exklusiv verkaufen. 

Jason Carters Gemälde sind in intensiven Farbtönen gehalten und zeigen klassische kanadische Landschaften mit einer besonderen Note – und hier und da auch mit einem Hauch von Humor.


Kaum zu glauben, dass er noch vor wenigen Jahren hauptberuflich als Kameramann beim Fernsehen gearbeitet hat und sich erst seit Kurzem voll und ganz seiner Kunst widmet. Jasons Bilder, die er selbst als „indigene Pop Art“ bezeichnet, haben sich unter Einheimischen und Touristen schnell zum Verkaufsschlager entwickelt. Seine Inspiration holt sich der stets optimistische Maler und Bildhauer von der Natur und der einheimischen Tierwelt. Als prägende Einflüsse nennt er die kanadischen Maler der berühmten Group of Seven sowie kanadische Ureinwohnerkünstler wie Norveau Morriseau. Jason Carter versteht es hervorragend, die Farben und das Wesen der Provinz einzufangen, und hat dabei seinen ganz eigenen Stil kreiert.

Der weiße Smithbilt Cowboy-Hut ist die offizielle Kopfbedeckung der Calgary Stampede – und das bereits seit 1947. Hergestellt werden die Hüte aus Calgary nach wie vor nach dem traditionellen Verfahren.

Smithbilt Hats

Vor über 100 Jahren lieh sich ein europäischer Einwanderer 300 Kanadische Dollar von der Bank in Calgary, um eine kleine Hutfabrik zu erwerben. Bis heute stellt das Unternehmen die weißen Cowboy-Hüte her, die fester Bestandteil der Calgary Stampede sind und sich zu einem Wahrzeichen für die ganze Stadt entwickelt haben. Der weiße Hut symbolisiert Calgarys Western-Tradition und die herzliche Gastlichkeit, mit der Besucher in der Stadt willkommen geheißen werden. Neben Cowboy-Hüten fertigt Smithbilt auch maßgeschneiderte Filzhüte, Melonen sowie farbenfrohen Kopfschmuck für Hochzeiten und andere besondere Anlässe.

Bei eurem Besuch in der 100 Jahre alten Werkstatt von Medalta könnt ihr den Keramikkünstlern bei ihrer Arbeit zusehen oder auch selbst einen Töpfer-Workshop besuchen.

Medalta Pottery

Dass in Medicine Hat an Lehm kein Mangel besteht, verdankt die Stadt im Südosten Albertas den Ablagerungen des South Saskatchewan River. Wohin aber mit all diesen natürlichen Rohstoffen? Die Anfang des 20. Jahrhunderts gegründete Medalta Factory hatte die passende Antwort. Im Laufe der Jahre wurden hier Tausende Töpfe, Krüge und Geschirrartikel aus Keramik hergestellt und in die ganze Welt versandt. Heute beherbergt das inzwischen 100 Jahre alte Werk ein Industriemuseum, eine Kunstgalerie und ein Töpferstudio, in dem ihr euch ein Souvenir aussuchen oder den Künstlern bei der Arbeit über die Schulter blicken könnt. Wegen der großen Brennöfen vor der Anlage, die riesigen Bienenstöcken ähneln, ist Medalta auch als National Historic Site ausgewiesen. (Selfie nicht vergessen!)

Mit diesen Stiefeln macht ihr beim Besuch der Calgary Stampede eine ebenso gute Figur wie im Alltag. Alberta Boot aus Calgary stellt seit Jahrzehnten hochwertiges Schuhwerk von Hand her. Der zugehörige Laden hat rund 6.000 Paar Stiefel vorrätig.

Alberta Boot

Bestimmt sind euch auch schon die Stiefel aufgefallen, die die Einheimischen aus Calgary bei der Calgary Stampede tragen. Sie stammen von Alberta Boot. Der westkanadische Stiefelmacher verzichtet auf Outsourcing und stellt das gesamte Schuhwerk an seinem Einzelhandelsstandort her. Die maßgeschneiderten Stiefel werden von Adeligen, Promis, Sportlern und ganz normalen Leuten getragen und sind ein Segen für alle, die etwas breitere Waden oder unterschiedlich große Füße haben ... oder einfach leidenschaftliche Cowboy- und Western-Fans sind.

Rocky Mountain Soap

Dieses Unternehmen aus Canmore ist schon seit Jahren bekannt für seine umweltverträglichen Körperpflegeprodukte, die frei von Giftstoffen sind. Die Produkte von Rocky Mountain Soap gehören zu den beliebtesten und typischsten Mitbringseln aus Alberta. Sie bestehen zu 100 Prozent aus natürlichen Inhaltsstoffen und duften so gut, dass ihr sie bestimmt lieber selbst behaltet als weiterverschenkt. Das Unternehmen betreibt Filialen in ganz Westkanada, unter anderem in Canmore, Banff, Calgary und Edmonton. Besonders reizvoll ist aber eine Tour durch die umweltfreundliche Produktionsanlage in Canmore, bei der ihr aus erster Hand alles Wissenswerte zur Herstellung der wundervollen Haut- und Körperpflegeprodukte erfahrt.

Ammolite

Wer so einen opaleszierenden Schmuckstein sein Eigen nennt, darf mit Recht behaupten, etwas zu besitzen, das es nur in Alberta gibt. Der Ammolit besteht aus fossilierten Muschelschalen (Ammonit) und ist damit – ähnlich wie eine Perle oder Bernstein – ein biogenetisches Erzeugnis. Im Gegensatz zu den beiden anderen Schmuckgegenständen zeichnet sich der Ammolit aber durch seine auffällig schillernden Blau-, Grün- und Rottöne aus. Mit so einem seltenen Edelstein kann keiner euren ausgefallenen Schmuckstil nachahmen. Es sei denn natürlich, ihr erzählt weiter, wo ihr den Stein gefunden habt. Ammolite werden von verschiedenen ausgewählten Juwelieren in der Provinz sowie weltweit in Korite-Filialen verkauft.

Connor und Leslie Gould haben ihre Karriere auf improvisierten Märkten begonnen. Heute werden ihre beliebten Artikel – von Camp Food bis zu Kapuzen-Shirts – im The Livery Shop in Calgary verkauft.

Mode

Camp Brand Goods verbindet das Flair der Kanadischen Rocky Mountains mit legerer Mode. Die beiden Köpfe der Marke, das alternative Ehepaar Connor und Leslie Gould, haben sich erst auf improvisierten Märkten und im Internet einen Namen gemacht, ehe sie einen eigenen Laden gründeten. The Livery Shop befindet sich in einer historischen Remise im Viertel Inglewood von Calgary und verkauft bequeme, ethisch verantwortungsvolle Kleidung sowie Outdoor-Ausrüstung.  

Zwei Schwestern und Schuhliebhaberinnen aus Edmonton haben sich mit stilvollem, nach individuellen Wünschen gefertigtem Schuhwerk ein florierendes Unternehmen aufgebaut. Der Name Poppy Barley ist eine Anspielung darauf, dass Mohnsamen und Gerstenkörner einst als Original-Maßeinheit gedient haben. Das Sortiment reicht von Pumps bis zu Stiefeln und von Wingtips bis zu Oxford-Schuhen für Herren und Damen.

Der Kleidungshersteller Alberta Branded zollt der wunderschönen Natur der Provinz und ihren tatkräftigen Einwohnern Tribut. Die Bilder auf den Pullovern, Kapuzen-Shirts und Mützen stammen aus Kooperationen mit einheimischen Künstlern und Fotografen.

In der Park Distillery in Banff bekommt ihr Craft-Cocktails und Gerichte, die Lust auf einen Urlaub am Lagerfeuer machen. Alle Spirituosen werden vor Ort aus einheimischem Getreide gebrannt.

Craft-Destillerien

In der weiten Prärie Albertas gedeihen einige der meistgefragten Getreidesorten der Welt. Zum Glück wissen die örtlichen Destillerien ganz genau, was sie damit anstellen können. Albertas älteste Craft-Brennerei, die Eau Claire Distillery, setzt bei der Ernte auf traditionelle Landwirtschaftstechniken. 

Strathcona Spirits aus Edmonton brennt Spirituosen in kleiner Auflage. Tipp: Probiert den ausgezeichneten Gin aus selbst gesammelten Sanddornbeeren. Im nahen Verkostungsraum der Hansen Distillery habt ihr Gelegenheit, an einem Roggen-Whiskey mit Zimt- oder Kirschgeschmack zu nippen.

Die Brennmeister der Park Distillery in Banff haben den Vorteil, einen Nationalpark vor der Nase zu haben. Sie beziehen Gletscherwasser aus der näheren Umgebung und nutzen bei der Herstellung ihrer in kleinen Mengen gebrannten Spirituosen einen durchgängig handwerklichen Prozess. Im angeschlossenen Restaurant bekommt ihr neben Cocktails auch Gerichte, die Assoziationen an Campingaufenthalte und Lagerfeuer wecken. 

Die am Fuß der Rocky Mountains gelegene Fallentimber Meadery verwandelt einheimischen Honig in erfrischende süße und trockene Getränke. 

Vom Hobby-Brauer zum groß aufgezogenen Craft-Bierbetrieb: Graham Sherman stellt euch die außergewöhnliche Geschichte seiner Tool Shed Brewery vor.

Craft-Brauereien 

Alberta erlebt derzeit einen echten Craft-Bierboom. Kein Wunder – schließlich liefert die Provinz schon lange einen Großteil der Gerste für die weltweite Bierproduktion. Ein Streifzug durch die örtlichen Craft-Brauereien lässt sich gut mit einem Roadtrip durch das südliche Alberta oder das nördliche Alberta verbinden. 

Blind Enthusiasm in Edmonton zeichnet sich durch ein außergewöhnliches Brauhaus in einem Glaskasten und das angrenzende Restaurant Biera aus. 

Die Village Brewery in Calgary engagiert sich nicht nur in der Gemeinde, sondern produziert auch erstklassige, handwerklich hergestellte Ale- und Lager-Sorten wie das ohne Einsatz von Konservierungsmitteln und Zusatzstoffen gebraute Village Blonde. 

Das Open Road Brown Ale der Troubled Monk Brewery in Red Deer hat bei der Bierweltmeisterschaft die Silbermedaille gewonnen. 

Das Bier von Hell's Basement schmeckt nicht nur gut, es macht sich auch gut auf Instagram.

Wood Buffalo Brewing in Fort McMurray hat sich die Förderung der örtlichen Bierkultur auf die Fahne geschrieben. Im hauseigenen Brauereipub findet jeden Monat ein Bierclub mit Verkostungen und Diskussionsrunden mit Braumeistern statt. 

Die Brauerei Hell’s Basement in Medicine Hat ist nach einem Ausspruch des Autors Rudyard Kipling benannt, der die unterirdischen Gasvorkommen der Stadt einst als „Keller der Hölle“ bezeichnet hat. Im angeschlossenen Zapfraum könnt ihr verschiedene lokale Biersorten probieren.

Sowohl in Edmonton als auch in Calgary werden geführte Rundgänge angeboten, die euch einen Einblick in die örtliche Brauereiszene vermitteln. Alternativ könnt ihr auch auf eigene Faust den Craft-Bier-Trail Sippin’ Alberta erkunden, der euch zu Brauereien, Destillerien und Honigweinherstellern in der ganzen Provinz führt. 

An heißen Sommertagen (oder auch sonst zu jeder Jahreszeit) empfiehlt sich die von Hand hergestellte Eiscreme von Village Ice Cream. Der beliebte Laden betreibt mehrere Filialen in ganz Calgary und hat viele treue einheimische Stammkunden.

Warum warten, bis ihr wieder zuhause seid? Foodies können auch vor Ort schon ein kleines Stück Alberta genießen. 

Leckermäuler sollten sich für Calgary Village Ice Cream, Made by Marcus und Fiasco Gelato vormerken. Dort bekommt ihr jeweils in kleinen Mengen von Hand hergestelltes Milch- und Wassereis sowie Sorbet. Die dekadenten Kreationen von Jacek Chocolate Couture ähneln ausgefallenen Kunstwerken und werden – wie Haute Couture – für jede Saison neu entworfen. 

Der Duchess Bake Shop in Edmonton erinnert an einen Pariser Teesalon und serviert die vielleicht französischsten Backwaren auf dieser Seite des Atlantiks. Und ein Road Trip auf dem Cowboy Trail wird erst so richtig authentisch, wenn ihr dazu an einem Stück Longview Beef Jerky kaut.

Die Madhatter Coffee Roastery in Medicine Hat importiert Kaffeebohnen aus aller Welt und röstet sie vor Ort. Wenn ihr mögt, könnt ihr eurer Dosis Koffein noch mit einem Schuss Baileys oder Rum eine hochprozentige Note verleihen.

In Alberta werden zwar keine Kaffeebohnen angebaut – das heißt aber nicht, dass die Einheimischen nicht ganz genau wissen, wie man sie röstet. Die Kaffeekultur hat sich in den letzten Jahren deutlich weiterentwickelt, und viele örtliche Röster engagieren sich auch für den sozialen Austausch und ihre Gemeinde. 

Phil & Sebastian gilt als Pionier der innovativen neuen Kaffeekultur in Calgary und richtet regelmäßig Live-Veranstaltungen aus. Rosso Coffee Roasters kann ein preisgekröntes Team und sechs Cafés in Calgary vorweisen.

ACE Coffee Roasters in Edmonton lockt Kaffeefreunde mit aromatischen Bohnen und einer erstklassigen Lage unweit der Whyte Avenue. Lock Stock Coffee verwandelt sich abends in einen Pub. Tagsüber bekommt ihr in diesem angesagten Café originelle Kaffeespezialitäten wie The Gibraltar.

Medicine Hat hat unzählige unabhängige Cafés wie die Madhatter Coffee Roastery, die auf Bio-Arabica in kleinen Mengen spezialisiert ist. Den besten Eindruck von der Kaffeeszene bekommt ihr bei einem Coffee Crawl.