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Albertas Bierszene: ein fulminantes (und leckeres) Comeback

Travel Alberta

Dec 15, 2017 - Lesedauer: 2 Minuten

Gut möglich, dass ihr schon seit Jahren regelmäßig ein kleines Stück Alberta konsumiert, ohne es zu bemerken, und dabei vielleicht hin und wieder sogar über die Stränge schlagt. 

Die Rede ist von Gerste – eine Hauptzutat für die Herstellung von Bier und einer der größten Exportschlager aus den endlosen Prärien der Provinz. Schon seit Generationen wird Gerste aus Alberta von einigen der bedeutendsten Bierbrauereien weltweit zerstoßen, gekocht, zu Malz verarbeitet, ausgekeimt und für die unterschiedlichsten Biersorten genutzt.

Ironischerweise wurde bis vor Kurzem ein Großteil der einheimischen Gerste exportiert. Während anderswo in Nordamerika Craft-Brauereien wie Pilze aus dem Boden schossen, wurden kleine Bierhersteller am Herkunftsort des Getreides durch geltende Provinzgesetze ausgebremst.

Alles begann im Werkzeugschuppen.

Graham Shermans Geschichte über die Gründung seiner Craft-Brauerei wird euch zum Schmunzeln bringen – und Appetit auf ein Glas kaltes Bier machen.

Das änderte sich erst durch eine Gruppe von selbsternannten Bierunternehmern, zu denen auch Graham Sherman von der Brauerei Tool Shed Brewing in Calgary gehörte. Sie setzten 2014 eine Änderung der geltenden Regelung durch und öffneten damit der einheimischen Craft-Bierszene Tür und Tor. Innerhalb weniger Jahre sind Angebot und Nachfrage förmlich explodiert. Alle paar Monate nehmen überall in der Provinz Dutzende neue Brauereien den Betrieb auf. (Ein ähnlicher Trend zeigt sich übrigens auch bei den Craft-Destillerien, die ebenfalls einheimisches Getreide aus Alberta verarbeiten.)

Fast über Nacht wurde örtliches Craft-Bier zu einem festen Bestandteil auf den Getränkekarten der Restaurants und gehört mittlerweile zu jeder Verandaparty, jedem Festival und jedem gelungenen Wochenende dazu. Von Hell’s Basement in Medicine Hat über Situation Brewing in Edmonton bis zu Troubled Monk in Lethbridge: Die Liste der neuen Craft-Brauereien ist schier endlos.

Für Branchenvertreter wie Graham ist besonders erfreulich, dass sich die Craft-Bierszene zu einer regelrechten Community entwickelt hat. Kameradschaftsgefühl und Zusammenarbeit haben dabei von Anfang an eine zentrale Rolle gespielt. Obwohl sie theoretisch Konkurrenten sind, haben sich die Brauer über Tipps und Techniken ausgetauscht, gemeinsame Projekte entwickelt und sich gegenseitig zu ihren Erfolgen und Auszeichnungen beglückwünscht. „Wir sind eine verschworene Gemeinschaft“, so Graham. 


In der Half Hitch Brewing Company in Cochrane werden drei charakteristische Biersorten hergestellt. 

Travel Alberta / Mike Seehagel

Für Branchenvertreter wie Graham ist besonders erfreulich, dass sich die Craft-Bierszene zu einer regelrechten Community entwickelt hat. Kameradschaftsgefühl und Zusammenarbeit haben dabei von Anfang an eine zentrale Rolle gespielt. Obwohl sie theoretisch Konkurrenten sind, haben sich die Brauer über Tipps und Techniken ausgetauscht, gemeinsame Projekte entwickelt und sich gegenseitig zu ihren Erfolgen und Auszeichnungen beglückwünscht. „Wir sind eine verschworene Gemeinschaft“, so Graham.

Vom Boom der Craft-Bierszene profitieren vor allem die Biertrinker in der Provinz, die sich über abenteuerliche Kooperationen und Experimente freuen können. Kein Wunder also, dass das einheimische Craft-Bier inzwischen nicht mehr aus der Gastroszene wegzudenken ist und mit zahlreichen Festivals, Events und ganzjährigen Biertouren gefeiert wird. 

Hebt deshalb euer Glas und stoßt auf Albertas Bierszene und die reiche Gerstenernte an, die das alles erst möglich gemacht hat. 

Nach einem Tag auf den Skihängen schmeckt das einheimische Craft-Bier aus Alberta besonders gut. 

Travel Alberta / Mike Seehagel